Schwerpunkt EXIL
Fritz Lang, D 1933

Buch Thea von Harbou, Fritz Lang nach dem gleichnamigen Roman von Norbert Jacques Kamera Karl Voss, Fritz Arno Wagner Schnitt Conrad von Molo, Lothar Wolff Musik Hans Erdmann, Walter Sieber Produktion Nero-Film Produktion AG
Mit Rudolf Klein-Rogge, Otto Wernicke, Klaus Pohl, Gustav Diessl, Theo Lingen,  u.a.

Spielfilm, 115 Minuten, Dt. OF
Feature Film, 115 min., German OV

Kommissar Lohmann und die Kräfte der Vernunft stehen mit Dr. Mabuse einem (vermeintlich?) unbesiegbaren Gegner gegenüber: Ob inhaftiert, isoliert oder gar über  den Tod hinaus – der telepathische Meistermanipulator Mabuse ist mit seinen Plänen den Ordnungshütern immer einen Schritt voraus. Die Verbrechensakte seiner gespenstischen Organisation, ferngelenkt mittels medialen Fertigkeiten und paranoischer Raffinesse, sperren sich konventionellen Deutungen, ergeben keinen herkömmlichen Sinn. Die Demokratie ist in Gefahr, ein irrsinniges Verbrechergenie diktiert den Ton der anbrechenden neuen, völlig entgleisten Zeit – sinnfälliger konnte Lang mit seiner letzten in Deutschland produzierten Spielfilmarbeit kaum sein. Wenig überraschend, dass der Film sofort vom NS-Regime verboten und auch in gekürzter Fassung nicht aufgeführt werden durfte. Im Gewand des brillanten, technisch perfekten Thrillers steckt hier eine politische Parabel über Propaganda, Manipulation und die Macht der Angst. Ein Film, der nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. (tb)

Berlin. Police inspector Lohmann investigates a case, in which all clues lead to a man, who’s in a hospital for mental illnesses for since many years – Dr. Mabuse. Fritz Langs masterpiece, his last film shot in Germany before he emigrated to the US.

So. 11.10  14:00 Uhr Votivkino
Mit Einführung von Karin Moser / Thomas Ballhausen