Fünf Kurzporträts zum Exil-Schwerpunkt aus der ORF-Sendereihe „Religionen der Welt“

Die Sendereihe „Religionen der Welt“ hat fünf Menschen porträtiert, die gezwungen waren ins Exil zu gehen. Einzelne Porträts sind über das gesamte Programm verteilt vor ausgewählten Filmen zu sehen, sowie alle gesamt im Rahmen des „Kurzfilmprogramm 1 – Exil“
am 17.10., 14.00 Uhr im De France

Porträtiert werden die Jüdin Margarete Schön Healy, der 1938 die Flucht aus Wien in die USA gelang. Im amerikanischen Exil fühlte sie sich lange Zeit fremd. Ein halbes Leben verging bis sie wieder zurück nach Österreich kam.  Außerdem im Porträt: Der Afghane Ali Reza Bahrami. Er sagt von sich selbst, dass er eigentlich schon immer im Exil lebt. Seine Eltern flohen vor seiner Geburt aus Afghanistan in den Iran. Als 13-Jähriger kam er allein in Wien an. „Ich litt immer unter dieser Zerrissenheit, bis heute“, sagt Ilan Knapp. Seine Großeltern wurden von den Nationalsozialisten ermordet, den Eltern gelang die Flucht nach Tel Aviv, wo er 1944 geboren wurde. Mit 16 Jahren kam er erstmals nach Wien. Das Gefühl des Fremdseins blieb.

Die Tibeterin Yangdon Tenzin musste als kleines Mädchen mit ihrer Familie fliehen. Der Weg führte über Nepal nach Indien. Vor sieben Jahren kam sie als 15-Jährige nach Wien.  Was es heißt frei zu leben, hat auch Sundus Al-Najar erst in Europa erfahren. 1999 flüchtete die jesidische Schriftstellerin und Englischlehrerin vor der Diktatur Saddam Husseins, 2003 kam sie nach Wien.

In Kooperation mit ORF